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Vergleich Schusszahlen

Anwohner und Erholungssuchende kommen “in den Genuss” einer Verringerung der Gesamtbelastung durch Schüsse in Höhe von 6000 Schuss jährlich.

Die Schusszahl soll von 242000 auf 236000 Schüsse pro Jahr “gesenkt” werden. Heilbronner Stimme vom 14.11.2003...

Wie kommt aber die Zahl der bisherigen Schüsse von 242000 zustande?
Unseren Informationen zufolge ist dieses eine in bisherigenden Genehmigungen nie erwähnte Zahl.
Es handelt sich demnach also nicht um eine ausdrückliche genehmigte Zahl oder um tatsächlich verschossene Munition, sondern um eine prognostische Hochrechnung eines Ingenieurbüros. Wir vermuten, wissen es aber noch nicht genau, dass hier auch mit 530 bisherigen statt mit 300 Stunden jährlicher Nutzung gerechnet wurde und auch nicht berücksichtigt wuede, dass Montag und Mittwoch eine Nutzung nur mit ca 12 Schützen angezeigt wurde.

242000 Schüsse ergeben sich nach unseren Informationen, wenn man berechnet, was maximal möglich wäre, wenn man einen, oder mehrere Tage an dem die Schießzeiten und die Schießanlage voll ausgenutzt werden, aufs ganze Jahr hochmultipliziert.

Hierbei ist zu bedenken, dass z.B. die bisherigen Nutzungszeiten Mo/Mi 16-19 Uhr bisher z.B. im Winterhalbjahr häufig gar nicht ausgenutzt werden konnten, da die Sonne im Winterhalbjahr z.B. am frühesten Zeitpunkt in Heilbronn bereits um 16.25 Uhr untergeht und dann am Montag bzw Mittwoch (16 - 19 Uhr) nicht geschossen werden kann. Außerdem wurden diese Zeiten nur für kleine Gruppen von 12 Schützen und nicht für eine Vollbelegung der Anlage genehmigt.

Weiterhin hat ja die KJV unseren Informationen zufolge die Samstagschießzeiten nur für 150 Stunden  pro Jahr in Form einer Anzeige nach §67 BImSchg (2) (1996) genehmigen lassen und entsprechend dieser Anzeige bisher auch nie über das Jahr  an allen Samstagen voll ausgenutzt.

Wenn man die Zahlen aus den Unterlagen der KJV (Erläuterungsbericht Ingenuerbüro wave, Lärmgutachten 2000 Heine+Jud) heranzieht, findet man eine Zahl von 1.200 Schuss pro Tag. Dieses nach eigenen Angaben der KJV. Mit 100 Schießtagen ergibt dieses 120.000 Schuss pro Jahr.

Nun aber soll ein Anrecht auf unglaubliche 236.000 Schuss pro Jahr festgeschrieben werden.

Was bedeutet nun die Zahl von 236000 Schüsse pro Jahr:

236000 Schüsse pro Jahr würden bedeuten, dass während der gesamten neu genehmigten Schießzeiten alle 9,6 Sekunden ein Schuss durch das Köpfertal knallen darf - jeden Samstag (bis auf zwei) alle 9,6 Sekunden ein Schuss und das insgesamt 8 Stunden von morgens 9 Uhr bis abends 18 Uhr. Wird die genehmigte Schießzeit nicht komplett ausgenutzt, dürfen sich die Schüsse natürlich noch stärker auf die verbliebene Zeit konzentrieren.
Falls diese Schusszahl tatsächlich nur annähernd ausgenutzt wird, ist es mit der Erholung dahin.  Der Gefahr, dass uns heute utopisch erscheinende Nutzungsmöglichkeiten in der Zukunft Nutzer anziehen, muss unbedingt begegnet werden.
(“Wo Straßen gebaut werden, wird auch gefahren”)

(Anm. der Red.: Die Verringerung um 6000 Schuss pro Jahr bedeutet, dass uns von 40 bisherigen Schüssen noch nicht einmal ein ganzer Schuss erspart bleiben würde. Wobei die Zahl von 242000 bisherigen Schüssen nach obigen Ausfürhrungen nur fiktiv ist. Bei Rechenfehler oder sonstigen Irrtümern bitte eine e-mail senden. )