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Lärm Erholungsgebiet

Die höchsten prognostizierten Einzelschusspegel auf den Wanderwegen rund um die Schießanalge im Köpfertal lauten:

Schießsituation

dB(A)

100m- Bahn

77

laufender Keiler

75

laufender Hase

63

Trap-/Skeet (mit Wall)

59

Pistole

34

Es ergibt sich ein Beurteilungspegel von 67 dB(A).

Hier ein Link zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Weiter unten auf der verlinkten Seite der BZgA finden Sie Grenzwerte, die der Deutsche Arbeitsring für Lärmbekämpfung (DAL) benannt hat:

Für Erholungsgebiete wird hier ein Beurteilungspegel von 30 - 50 dB(A) genannt!

  1. Eine Meldung aus der Region: Abteilung Stadtklimatologie des Amtes für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart:
    Schon bei Schalldruckpegeln von 55 dB(A) kann ein Geräusch als belästigend empfunden werden und bei längerer Dauer die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des Menschen erheblich beeinträchtigen. Bereits ab 65 bis 75 dB(A) kann Lärm wie ein Stressfaktor wirken. Das kann zu hohem Blutdruck und zu Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zum Herzinfarkt führen. Außerdem können Zunahme der Atemfrequenz, die Abnahme der Hautdurchblutung und eine Verringerung der Magensekretion die Folge sein. Lärmstress kann Magengeschwüre verursachen.” hier...
  2. Einer Untersuchung des Umweltbundesamts zufolge steigt das Herzinfarktrisiko um 20% bei Menschen, die dauerhaft Schallpegeln von über  65 dB(A) ausgesetzt sind.” hier... (Anm. der Redaktion: Man kann ja das Erholungsgebiet verlassen, um sich vom dortigen Lärm zu erholen...)
  3. Auf den Internetseiten der Landesverwaltung Steiermark (Österreich) findet sich eine Tabelle, in der für Erholungsgebiete ein Grenzwert von 45 dB(A) angegeben wird. Die Grenzwerte für Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete sind dabei ähnlich den Werten der deutschen TA-Lärm. hier...
  4. Auf den Internetseiten der schweizerischen Schutzvereinigung gegen Bahnlärm findet sich folgende Tabelle:
    Die Lärmschutzgesetzgebung hat auch die Grenzwerte für die zulässige Bahnlärmbelastung festgelegt. I=Erholungsgebiet; II=Wohngebiet; III=Wohnen/Gewerbe; IV=Industriegebiet hier...

    Empfindlichkeitsstufe

    Planungswert

    Immissionsgrenzwert

    Alarmwert

     

    Tag

    Tag

    Tag

    I

    50

    55

    65

    II

    55

    60

    70

    III

    60

    65

    70

    IV

    65

    70

    75








  5. Die Werte der Gruppen II-IV sind den Werten der deutschen TA-Lärm sehr ähnlich.

  6. In einer Stellungnahme der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin steht:
    “Die. Aussagen dieses Gutachtens, das Siedlungsgebiete und schallempfindliche Einrichtungen betrachtet, sind aber zur Beurteilung der Beeinträchtigung von Erholungsgebieten nur bedingt übertragbar. So findet unserer Auffassung nach eine erhebliche Beeinträchtigung der Erholungsfunktion nicht erst dann statt, wenn der Aufenthalt in den Erholungsgebieten aus medizinischer Sicht als „schädlich,, eingestuft wird, wie es auf Seite 14 unterstellt ist. Gerade in Gebieten, die zum Zweck der Erholung aufgesucht werden und in denen Ruhe und Entspannung erwartet werden, führt eine Lärmbelästigung weit unterhalb der Schädlichkeitsschwelle bereits zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Erholungsfunktion.” 
    hier...

Resumee:

  • Alle Quellen schreiben einem Erholungsgebiet einen niedrigeren Lärmgrenzwert zu als Wohngebieten. Für reine Wohngebiete gilt nach deutscher TA-LÄrm schon ein Grenzwert von 50 dB(A).
  • Eine Lärmbelästigung weit unterhalb der Schädlichkeitsschwelle führt bereits zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Erholungsfunktion.

Auf dieser Grundlage ist es doch unmöglich die Schießanlage ausbauen zu wollen und einen Beurteilungpegel von 67 dB(A) im Erholungsgebiet Köpfertal zu rechtfertigen!